Freiberg - Freital

Das Stellwerk Freiberg – Freital steuert einen Abschnitt der zweigleisigen, elektrifizierten Bahnstrecke Dresden – Werdau unmittelbar am Stadtrand von Dresden in Freital beginnend bis zur Bergstadt Freiberg. Historisch handelt es sich bei der Strecke um die (verlängerte) Albertsbahn, benannt nach dem Kronprinzen Albert.


Der Bahnhof Tharandt

Stellwerksbeschreibung
Das Stellwerk beginnt oben links mit dem Bahnhof Freital-Potschappel und führt dort dreigleisig bis Tharandt. Dieser Teil der Strecke liegt im Döhlener Becken, dass von engen Taldurchgängen umgeben ist.

In Tharandt beginnt der steile Anstieg der Strecke bis Klingenberg-Colmnitz und eine Reduzierung auf zwei Gleise. Das Erzgebirge, als typisches Pultschollengebirge mit großflächigen Hochebenen versehen, lässt eigentlich flachen Eisenbahnbau zu. Allerdings muss diese Hochfläche erst erreicht werden. Da die Strecke bis Freiberg zu den steilsten Hauptbahnen in Deutschlang gehört, sind im Stellwerk die Höhenangaben mit enthalten.

In Freiberg beginnt eine Nebenstrecke nach Holzhau und die Zellwaldbahn Richtung Nossen.

Betrieb
Auf der Strecke wird nur noch „fernverkehrsähnlicher Regionalverkehr“ betrieben. Es fahren InterRegioExpress-Züge bis Nürnberg. Bis Tharandt fährt die S3 der Dresdner S-Bahn und auf der ganzen Strecke noch RegionalBahnen, RegionalExpress-Züge und in Freiberg die Freiberger Eisenbahn.

RegionalExpress

  • IRE FSX (KBS 512, Zugnummern 30xx): Dresden Hbf – Freiberg - Freital – Flöha – Chemnitz -– Plauen – Hof – (..) - Nürnberg
  • RE 3 (KBS 510, Zugnummern 47xx): Dresden Hbf – Freiberg - Freital – Flöha – Chemnitz – Plauen – Hof

Regional- und S-Bahn

  • S3: Dresden Hbf – Freiberg - Freital
  • RB 30 (KBS 510, Zugnummern 173xx): Dresden Hbf – Freiberg - Freital – Flöha – Chemnitz
  • FEG: Freiberg - Freital

Güterverkehr
Auf der Strecke verkehren noch einige Güterzüge. Ursache des Aufkommens im Güterverkehr ist zum Beispiel die Logistik von Volkswagen und Škoda zwischen Zwickau, Chemnitz, Dresden und Mladá Boleslav.

Bauplan
Im Moment sind keine Veränderungen vorgesehen.

Besonderes zur und neben der Strecke
Im Stellwerk zumindest als Ein- und Ausfahrten enthalten sind die Nebenstrecken der Windbergbahn und der Zellwaldbahn. Sowohl die Verlängerung der Albertbahn bis Freiberg als auch der Bau der Windbergbahn gehören zu den Pionierleistungen im Bau von Gebirgsstrecken.

Die Windbergbahn gilt als erste deutsche Gebirgsbahn, die über Serpentinen an einem Hang erbaut wurde. Sie überwindet in zahlreichen Schleifen, mit teilweise nur noch 85 Meter Kurvenradius, auf etwa 5 Kilometer Streckenlänge 115 Höhenmeter. Sie endet in Gittersee, einem südlichen Stadtteil Dresdens. Anfangs- und Endpunkt der Strecke liegen 1,7 Kilometer Luftlinie auseinander. Ursprünglich wurde sie 1856 als Anschlussbahn für die Kohleschächte in Gittersee erbaut. Als die Kohleschächte ausgebeutet waren, wurde sie 1907 für den Personenverkehr im südlichen Vorland Dresdens (bis Possendorf) umgewidmet. Später setzte der Uranbergbau der Wismut SAG ein, wodurch die Strecke erneut ausschließlich dem Güterverkehr diente. Sie ist heute eine Museumseisenbahn.

Die Verlängerung von Tharandt bis Freiberg galt Mitte der 1850er Jahre noch als technisch nicht realisierbar. Nach dem Bau der Albertsbahn und der Geislinger Steige, konnte auf weitere Erkenntnisse zurückgegriffen werden. 1862 war die Strecke bis Freiberg fertiggestellt. Die entgegengesetzte Gebirgsauffahrt ist die Schiefe Ebene zwischen Bamberg und Hof.

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