Dresden-Neustadt

Dresden-Neustadt ist der zweite Bahnhof Dresdens und gemessen an der Bahnhofskategorie der drittwichtigste in Sachsen. Er liegt auf nördlicher Elbseite und ist daher in seiner Rolle vergleichbar mit Köln-Deutz oder Frankfurt-Süd.

Zum Stellwerk gehört auch der Bahnhof Dresden Mitte und die Verbindung dorthin über die Marienbrücke.

Stellwerksbeschreibung
Der Hallenbahnhof verfügt über acht Durchfahrgleise mit Bahnsteigen und zwei weitere für Güterzugdurchfahrten. Zum Stellwerk gehört außerdem der Bahnhof Dresden-Mitte, der als zentraler Regionalbahnhof fungiert. Derzeit wird der Bahnhof insbesondere das nördliche (rechte) Vorfeld umgebaut und vollständig erneuert. Das Stellwerk stellt den Bauvorgang nicht dar, besitzt aber die aktuellen Ersatzbahnsteige (Gleis 9 und 10).

Im Süden (daher links) führt das Stellwerk mit sechs Gleisen Richtung Dresden Hbf. Die unteren beiden sind die Gleise der S-Bahn, die mittleren werden von den meisten Zügen des Fern- und Regionalverkehrs genutzt. Absolut selten wird die Verbindung Richtung Gbf Dresden-Friedrichstadt befahren. Im Norden des Stellwerks führt die Hauptstrecke nach Radebeul Richtung Leipzig in einer engen Kurve Richtung Westen. In Pieschen führt dann noch die Güterumgehungsbahn auf die Hauptstrecke. Nach Norden zu beginnt die Strecke nach Görlitz und Zittau.

Eine Schwierigkeit stellt das Kreuzen der S-Bahnen Richtung Dresden Hbf dar. Platzmangel herrscht im Allgemeinen nicht. Während der Bauarbeiten am Hbf war Dresden-Neustadt noch Endpunkt einigen Regionallinien wodurch im nördlichen Vorfeld sehr viel rangiert werden musste. Derzeit wird im Stellwerk überhaupt nicht rangiert.

Fahrzeiten
Bischofswerda – Klotzsche: 3 Minuten
Coswig: 5 Minuten
Dresden Hbf: 2 Minuten

Betrieb
Es halten alle Fernzüge, daher sowohl die ICEs Richtung Leipzig als auch die ECs/ICs von nach Berlin bzw. Prag.

Es gibt folgende Verbindungen im Regionalverkehr:

RegionalExpress

  • RE 1 (KBS 230, Zugnummern 170xx): Dresden Hbf - Dresden-Neustadt - Bischofswerda - Görlitz
  • RE 2 (KBS 235, Zugnummern 173xx): Dresden Hbf - Dresden-Neustadt - Bischofswerda - Zittau
  • RE 18 (KBS 208, Zugnummern 385xx): Dresden Hbf - Dresden-Neustadt - Coswig - Großenhain - Ruhland - Cottbus
  • RE 50 (KBS 500, Zugnummern 174xx): Dresden Hbf - Dresden-Neustadt - Coswig - Riesa - Wurzen - Leipzig-Ost - Leipzig Hbf

Regional- und S-Bahn

  • S1: Elbtalbahn - Pirna - Dresden Hbf - Dresden-Neustadt - Coswig
  • S2: Pirna - Dresden Hbf - Dresden-Neustadt - Klotzsche
  • RB 34 (KBS 227, Zugnummern 1735x): Dresden Hbf - Dresden-Neustadt - Bischofswerda
  • RB 60 (KBS 230, Zugnummern 176xx): Dresden Hbf - Dresden-Neustadt - Bischofswerda - Görlitz
  • RB 61 (KBS 235, Zugnummern 177xx): Dresden Hbf - Dresden-Neustadt - Bischofswerda - Zittau

Güterverkehr
Richtung Klotzsche fahren äußerst selten Güterzüge (etwa 8 pro Tag). In die anderen Richtungen wird der Bahnhof umfahren.

Bauplan
Mit Fertigstellung der Bauarbeiten Richtung Radebeul wird das Stellwerk aktualisiert. Dies wird voraussichtlich zum Fahrplanwechsel 2008/2009 sein und einen Fahrplanwechsel der S-Bahnen beinhalten (da sich der Takt auf dann vier Gleisen verdichten wird).

Besonderes zur und neben der Strecke
Dresden-Neustadt ist bis zu seinem Umbau in der Gegenwart bahntechnisch ziemlich rückständig geblieben. In alle Richtungen von Streckenabschnitten umgeben, die per elektronischem Stellwerk aus der BZ Leipzig gesteuert werden, wird der Bf. Dresden-Neustadt über ein mechanisches Stellwerk gesteuert. Auffälligstes Indiz dafür sind/waren vor allem die Formsignale des Bahnhofs.

Zwischen Dresden-Neustadt und Dresden-Mitte befindet sich die Marienbrücke oder eigentlich die Marienbrücken. Diese Elbquerung wurde 1852 als zweite Elbbrücke in Dresden erbaut und kombiniert für den Straßen- und Eisenbahnverkehr ausgelegt. Reisezüge fuhren aber nicht über diese Brücke (die endeten zum Beispiel im Leipziger Bahnhof, der links vom Gleis 10 liegt) sondern eher Überführungsfahrten von Lokomotiven und Postwagons. Mit der Umstellung auf die beiden großen Bahnhöfe statt der fünf Kopfbahnhöfe wurde für die Eisenbahn eine zweite Brücke gebaut und 1889 in Betrieb genommen. Wie viele andere Brücken in Dresden war die Stahlfachwerkbrücke der Eisenbahn mit Sandstein verblendet. Von 2001 bis 2004 wurde die Brücke durch eine Stahlbetonbrücke ersetzt und kann seitdem mit 80km/h befahren werden.

1901 wurde der Bahnhof Dresden-Neustadt eröffnet und ersetzte den Leipziger Bahnhof, der Teil des Gbf Dresden-Neustadt wurde. Das erste Containerterminal Dresdens befand sich im Gbf Dresden-Neustadt. Seit der Eröffnung des Güterverkehrszentrums Friedrichstadt ist der gesamte Gbf quasi nicht mehr im Betrieb.

Weblinks

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