Coswig ist eine Große Kreisstadt nordwestlich von Dresden. Im Stellwerksbereich liegen außerdem die Große Kreisstadt Radebeul, das Stellwerk läuft ansonsten noch durch den Landkreis Meißen und natürlich durch Meißen selbst.
Stellwerksbeschreibung
Das Stellwerk nordwestlich von Dresden steuert die Kreuzung der Fernstrecken Dresden – Berlin und Dresden – Leipzig. In Coswig laufen Personen- und Güterverkehr Richtung Leipzig zusammen und werden noch auf einigen Kilometern Strecke gesteuert.
Betrieb
Es gelten drei Grundsätze, die den Betrieb vereinfachen:
- Güterzüge fahren immer von/nach Dresden-Cossebaude also über den Gbf Dresden-Friedrichstadt
- Es fahren keine RBs nach Dresden-Neustadt bzw. Riesa
- Das Gegengleis sollte beim Überholen mit dem schnelleren Zug befahren werden
Es gibt folgende Verbindungen im Regionalverkehr:
RegionalExpress
- RE 15 (KBS 208, Zugnummern 172xx): Dresden Hbf - Coswig - Großenhain - Ruhland
- RE 18 (KBS 208, Zugnummern 385xx): Dresden Hbf - Dresden Neustadt - Coswig - Großenhain - Ruhland - Cottbus
- RE 50 (KBS 500, Zugnummern 174xx): Dresden Hbf - Coswig - Riesa - Wurzen - Leipzig-Ost - Leipzig Hbf
- LX 8266x (LausitzExpress): Leipzig Hbf - Wurzen - Riesa - Coswig - Dresden Neustadt - Bischofswerda - Görlitz
Regional- und S-Bahn
- S1: Elbtalbahn - Pirna - Dresden Hbf - Dresden-Neustadt - Coswig
- RB 31 (Zugnummern 279xx): Dresden Hbf - Coswig - Elsterwerda
- Riesa: 6 Minuten
- Dresden-Neustadt: 5 Minuten
- Großenhain (Cottbuser Bahnhof): 6 Minuten
- Großenhain (Hauptbahn): 8 Minuten
- Dresden Hbf: sehr unterschiedlich
Güterverkehr

Ein Güterzug aus Richtung Dresden-Cossebaude überquert die Elbe kurz vor Radebeul-Naundorf
Der Güterverkehr läuft auf dem Abschnitt von Coswig bis Riesa auf der Hauptstrecke nach Leipzig. Erst danach wird er wieder aufgeteilt und läuft dann z.B. über Falkenberg/Elster nach Leipzig oder weiter nördlich vorbei.
Fahrzeiten
Bauplan
Veränderungen an den Fahrstraßen und eine Überarbeitung der Anlage sind vorgesehen.
Besonderes zur und neben der Strecke
In Radebeul-Ost beginnt die Lössnitzgrundbahn, eine der Schmalspurbahnen Sachsens; In Meißen-Triebischtal begannen zwei Schmalspurstrecken des Mügelner Netzes.
Zwischen Priestewitz und Niederau befand sich bis 1934 der Oberauer Tunnel. Da er nicht dem Lichtraumprofil entsprach wurde er geöffnet, daher die Strecke an der Stelle eingeschnitten (so ein wirklicher Berg war da auch nicht, also nicht für Bagger des 20. Jahrhunderts). Obwohl mit zwei Gleisen versehen, durfte er nur in eine Richtung befahren werden. Durch diesen betrieblichen Umstand wurde das erste mal in Deutschland Bahnsicherungstechnik überhaupt notwendig.
Die Strecke über Nossen wurde bei der Projektierung der gesamten Strecke Dresden - Leipzig als Alternative untersucht und verworfen. Später wurde sie als Konkurrenz zur Hauptstrecke gebaut. Bis heute gibt es einen durchgängigen Zugverkehr von Meißen nach Leipzig auf der nichtelektrifizierten Nebenbahn.
Weblinks