Leipzig Hbf

Leipzig Hauptbahnhof ist ein Kopfbahnhof und vor Halle(Saale) Hbf das Zentrum im mitteldeutschen Regional- und Fernverkehr. Derzeit durch den Bau des Citytunnels verkleinert, sind im Bahnhof 21 Bahnsteige im Betrieb.

Stellwerksbeschreibung

Der Bahnhof ist so etwas wie ein Denkmal zum Verhältnis der Königreiche Preußen und Sachsen im 19. Jahrhundert obwohl er erst 1915 eröffnet wurde. Der ursprünglich streng symmetrische Bahnhof mit sechs Bogenhallen und 28 Hauptbahnsteigen wurde getrennt durch die Staatsbahnen beider Länder betrieben (daher die Symmetrie). Die Preußen, beim Aushandeln von Staatsverträgen immer etwas in vorteilhafter Position, diktierten bei der Konzipierung des gemeinsamen Bahnhofs die schon damals durch die Königlich-Sächsische Eisenbahn als ungünstig bewertete Sackbahnhofslösung.

Die Preußische Eisenbahn sicherte damit bessere Fahrzeiten über die Strecke Halle(Saale) – Naumburg – Jena – Saalfeld (Saalbahn) gegenüber der sächsischen Alternative über Altenburg und Hof (Sächsisch-Bayerische Eisenbahn) Richtung Bayern. Die Auswirkungen dieser Entscheidung erkennt man nach hundert Jahren immer noch am Bahnhof selbst aber auch am Fernverkehrssystem im weiten Umfeld (auch wenn der Fernverkehr von Bayern nach Berlin heute hauptsächlich über Leipzig verläuft und sich mit der NBS Erfurt – Leipzig/Halle generell ändern wird). Auch der Citytunnel, so etwas wie Trick17 der sächsischen Eisenbahn war recht früh im Gespräch und wird nun aber als Lösung für den Nahverkehr erbaut.

Vergleicht man den Bahnhof mit München oder Frankfurt fällt vor allem auf, dass wenige Fahrstraßen kreuzungsfrei sind. Leipzig Hbf bietet aber auch etwas mehr Freiräume, da er nicht von ganz so vielen Zügen angefahren wird. Da das Vorfeld nach Osten und Norden sehr weitläufig ist, setzt es sich in den Stellwerken fort. Nach Osten gibt es z.B. Sechs Ein- und Ausfahrten.

Betrieb

Schwierig am planmäßigen Betrieb ist vor allem der geringe zeitliche Abstand in dem die ICEs der Linie 50/51 (Dresden – Frankfurt) und 28 (Nürnberg – Berlin) verkehren. Da die mittleren Gleise die meisten Ausfahrten erreichen, ist dort auch mit den meisten Gleiskonflikten bei Fahrplanabweichung zu rechnen.

Es gibt keine durchgängige Trennung von Nah-, Regional- und Fernverkehr an den Aus- und Einfahrten sondern eine Trennung nach Richtungen.

Es gibt folgende Verbindungen im Regionalverkehr:

RegionalExpress
wird nachgetragen

Regional- und S-Bahn
wird nachgetragen

Güterverkehr

Der Güterverkehr wird über ein Halbkreiskonzept, dem Leipziger Güterring um den Bahnhof herumgeführt.

Fahrzeiten

  • Leipzig Ost: 2 Minuten
  • Leipzig Nord: 3 Minuten
  • Leipzig West: 5 Minuten
  • Leipzig-Leutzsch: 2 Minuten

Bauplan
Der Bahnhof wird gegenwärtig gebaut und voraussichtlich im Dezember 2007 sichtbar sein.

Schaltbild (Vorschau)

Besonderes zur und neben der Strecke

Die 1871 gegründete Reichspost war wohl auch nicht erfreut über den Kopfbahnhof und veranlasste den Bau der Verkehrstunnel I und II durch die die Postwagons schnell und kreuzungsfrei zwischen beiden Bahnhofsteilen überführt oder in den Postbahnhof (in etwa auf Höhe von Leipzig-Ost) gebracht werden konnten. Heute verkehren durch drn Tunnel II die ICEs von und nach Dresden auf Grund der geringen lichten Höhe ohne stromführende Oberleitung. Wer häufig genug mit dem ICE auf der Strecke unterwegs ist, wird früher oder später auch mal im ICE (keine 100 Meter vom Bahnsteig entfernt) abgeschleppt.

Schon 1912 wurde der Postbahnhof eröffnet. Auch er war ein Kopfbahnhof der dem Hauptbahnhof an der Strecke nach Dresden entgegengesetzt angeordnet war. Dieser Bahnhof besaß 26 Gleise und ist wohl einer der größten solcher Anlagen, die es überhaupt je gab. 1994 wurde der Bahnhof mit Einstellung des Bahnpostverkehrs aufgelassen. Im Stellwerk ist er nur äußerst vereinfacht dargestellt.

Weblinks

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