Auf dieser Seite sind ein paar Tipps für die Erstellung von Stellwerken bzw. zur Nutzung des Gleiseditors zusammengetragen:
Tipps zum grundlegenden Aufbau der Anlage
- Plant genügend Platz für die Ein- und Ausfahrten ein. Für eine Ein- und Ausfahrt sind bei Gleiswechselbetrieb mindestens vier Felder erforderlich (siehe unten).
- Gleise können bei Brücken nicht die Richtung wechseln.
- Ein Zug sollte sich wegen der Datenweitergabe von Stellwerk zu Stellwerk in der Regel mind. 5 Minuten in einem Stellwerk aufhalten. Kürzere Zeiten sind zwar möglich, sollten aber nur in Einzelfällen vorkommen und vor allem nicht in mehreren Stellwerken hintereinander.
- Jeder Zug muss im Stellwerk mindestens einen Bahnsteig / Haltepunkt passieren. Daher kann es ggf. erforderlich sein, dass in Ein- oder Ausfahrten Bahnsteigmarkierungen platziert werden müssen, bei denen die Züge dann einfach durchfahren.
Tipps zur Anordnung von Elementen
Schienen allgemein
- Nach folgenden Elementen ist zwingend ein leeres Stück Schiene erforderlich: nach einer Bahnsteigmarke, einer Haltepunktmarke, nach einer Ausfahrt, nach dem letzen Signal eines Stumpfgleises, vor und nach einer Brücke.
- Zwischen zwei waagrecht / senkrecht verlaufenden Gleisen immer eine Zeile / Spalte Platz lassen.
- Bei schräg verlaufenden Gleisen müsst ihr ausreichend Platz vorsehen. Sollen zwei waagrecht verlaufwende Gleise schräg nebeneinander weitergehen, so muss der gerade Abschnitt des äußeren Gleises ein Element länger sein. Sofern es Kreuzungen mit anderen schräg verlaufenden Gleisen geben soll, muss der grade Abschnitt sogar zwei Elemente länger sein.
- Achtet bei Signalen darauf, dass sie keine Weichen verdecken. In der Regel ist also zwischen Signal und Weiche ein leeres Schienenstück erforderlich.
Bahnhöfe / Haltepunkte
- Damit bei Nutzung des falschen Gleises ein Haltepunkt richtig erkannt wird, sind alle Haltepunktmarken mit dem gleichen Namen zu versehen - also ohne Gleisangabe. Dies gilt nicht für Bahnsteige.
- Kopfbahnsteige benötigen zwingend eine Bahnsteigmarke nach links. Steht der Prellbock links, so ist also nur eine Bahnsteigmarke erforderlich. Steht er rechts, so muss trotzdem eine Marke nach links gesetzt werden.
- Nach der Bahnsteigsmarke eines Kopfbahnhofes folgt ein leeres Stück Schiene, ein Signal in Richtung Prellbock und noch ein leeres Stück Schiene
Gleiswechselbetrieb / kombinierte Ein- und Ausfahrten
- Um einen Gleiswechselbetrieb realisieren zu können, sind die Elemente in folgender Reihenfolge anzuordnen:
- Für eine Ausfahrt nach links: Ausfahrt nach links - Einfahrt nach rechts - leeres Stück Schiene - Übergabepunkt nach links
- Für eine Ausfahrt nach rechts: Übergabepunkt nach rechts - leeres Stück Schiene - Einfahrt nach links - Ausfahrt nach rechts
- Der Übergabepunkt ist nur notwendig, wenn sich an der Stelle ein neues Stellwerk anschließen soll. Der Übergabepunkt hat die gleiche ENR wie die Ausfahrt.
- Folgende Konvention bei der Namensgebung der Ausfahrten und Einfahrten: nach dem eigentlichen Namen kommt ein Prozentzeichen und dann die Angabe des Gleises in Fahrtrichtung (also z. B. A-Dorf%rechts). Bei der Einfahrt ist das gleiches Schema zu verwenden - aber eben in Fahrtrichtung der Einfahrt (die Einfahrt würde also A-Dorf%links heißen). Alles nach dem Prozentzeichen wird dabei nur im Editor angezeigt.
- Zwischen Einfahrt und dem ersten Signal in Fahrtrichtung dürfen sich keine Bahnsteige (Haltepunkte gehen), keine Weichen und keine Bahnübergänge befinden.
Sonstiges
- Bei Displays auf freier Strecke den Kontakt ein paar Felder vor das Signal setzen. So hat man ggf. noch die Chance, das Signal umzustellen, bevor der Zug halten muss.
- Folgende Elemente seht ihr nur im Editor - im Stellwerk selbst sind sie später unsichtbar:
- Die Beschriftung der Einfahrten
- Alles, was bei der Ausfahrtsbeschriftung nach dem Prozentzeichen kommt (und das Prozentzeichen selbst)
- Die Bezeichnungen von Bahnsteigen, Haltepunkten und Displaykontakten
- Die Bezeichnung der Displays (da sieht man dann im Stellwerk die Zugnummern)
- Die Element-Nummern (ENR) von Ausfahrten und Übergabepunkten